Mehrwertsteuersenkung 2020 mit Amicron-Faktura

Im Rahmen des Konjunkturpaketes wurde am 3.6.2020 kurzfristig beschlossen, die Mehrwertsteuer in Deutschland vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 auf 16% (voller Satz) bzw. 5% (reduzierter Satz) zu senken. Auch wenn der Gesetzesentwurf hierfür noch nicht verabschiedet wurde, bereiten wir alles Notwendige vor, sodass Sie mit Amicron-Faktura eine einfache und schnelle Umstellung durchführen können. Hierzu gehört sowohl eine entsprechende Anleitung als auch ein neues Release mit notwendigen Anpassungen.

Die Programmaktualisierung stellen wir spätestens Ende Juni für alle Kunden der aktuellen Version kostenlos bereit. Sie können das angepasste Release dann über das Menü „Hilfe > Programm aktualisieren“ herunterladen.

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Für veraltete Versionen (Amicron-Faktura 12 und älter) werden wir kein neues Release anbieten. Wenn Sie noch eine dieser alten Versionen einsetzen, empfehlen wir Ihnen dringend ein Update auf den aktuellen Stand.

Als Vorbereitung hier bereits einige Informationen:

Die Änderung der Mehrwertsteuersätze hat u.a. Auswirkung auf folgende Programmbereiche:

1. Artikelstamm: Preiskalkulation
2. Auftragsbearbeitung
3. Fibu und DATEV-Schnittstelle
4. Umsatzsteuervoranmeldung

Artikelpreise netto oder brutto anpassen

Für die Neuberechnung der Artikelpreise gibt es im Artikelstamm im Menü „Extras > Preiskalkulation“ bereits eine entsprechende Funktion (Kartei „Netto-Brutto-VK-Anpassung bei MwSt. Änderung“). Das ist noch ein Relikt der letzten MwSt.-Erhöhung von 2007.
Hier können Sie wählen, ob die Bruttopreise angepasst werden sollen und die Nettopreise unverändert bleiben oder umgekehrt. Im einfachsten Fall wählen Sie „alle Artikel“. Wenn es nicht einheitlich für alle Artikel erfolgen soll, können Sie die Artikel filtern und separat den Netto- oder Brutto-Preis anpassen. Optional gibt es auch die Möglichkeit die Preise zu runden.

Sie können es sich aber auch einfach und bequem machen und sich die Preiskalkulation ersparen. Denn wenn beim Artikel im 2. Halbjahr 2020 noch der Steuersatz von 19% mit dem alten Preis eingetragen ist, wird bei Aufträgen mit “zzgl. MwSt.” (Gewerbekunden) automatisch der Nettopreis des Artikels übernommen und dann 16% aufgeschlagen. Bei Aufträgen mit “inkl. MwSt.” (Endkunden) wird der alte Bruttopreis übernommen und 16% MwSt. ausgewiesen. Ab dem 1.1.2021 wird dann automatisch wieder mit 19% MwSt. gerechnet, auch hier ist also keine Neukalkulation notwendig.

Auftragsbearbeitung

Die Mehrwertsteuer kann in den Einstellungen zentral angepasst werden. Dabei wird auch ein entsprechender Gültigkeitszeitraum hinterlegt.
Wie Sie die Steuersätze zum 1.7.2020 und dem 1.1.2021 anpassen müssen, haben wir hier dokumentiert.

Bei Aufträgen, die im zweiten Halbjahr 2020 geschrieben werden, wird dann automatisch mit dem angepassten MwSt.-Satz. gerechnet. Eine Anpassung der Ausdrucke bzw. Drucklayouts ist nicht notwendig, da die von uns ausgelieferten Druckformulare auf den eingestellten MwSt.-Satz zurückgreifen. Wenn Sie jedoch eigenständig Formulare anpasst haben und „19%“ oder „7%“ fest eingetragen haben, müssen Sie diese natürlich korrigieren.

Wenn das Liefer- oder Leistungsdatum vom Auftragsdatum abweicht, wird dies entsprechend berücksichtigt.

Fibu und DATEV-Schnittstelle

Wenn Sie die Fibu- oder DATEV-Schnittstelle aktiviert haben, müssen Umsätze und Umsatzsteuer der reduzierten Sätze auf separate Fibukonten gebucht werden, damit eine saubere Trennung zu den Konten für 19% bzw. 7% erfolgt. Diese Fibukonten können bei Amicron-Faktura in den Steuersatzeinstellungen hinterlegt werden. Die Konten werden von der DATEV festgelegt. Hierzu ist eine Aktualisierung des Kontenplans notwendig.

Umsatzsteuervoranmeldung mit der integrierten Fibu

Für die integrierte UStVA müssen die entsprechenden neuen Fibukonten angelegt werden und dem passenden Feld der UStVA zugeordnet werden. Um dann die UStVA via Elster-Schnittstelle an das Finanzamt übertragen zu können, sind voraussichtlich neue Schnittstellendateien notwendig, auf die wir noch warten müssen. Hier werden im Juli und August noch weitere Updates notwendig sein.

Wie wird eine Inventur durchgeführt?

Die Professional-Version von AMICRON-FAKTURA bietet Ihnen ein spezielles Inventurmodul, über das Sie die Inventurmengen Ihrer Lagerbestände manuell erfassen oder vom MDE-Gerät importieren und dann verbuchen können.
Auch der Ausdruck einer Artikel-Zählliste und Inventurbestandsliste ist möglich.

Das Erstellen einer Inventur lässt sich in folgende Abschnitte aufteilen: Weiterlesen

Wie können Seriennnummern fortlaufend über mehrere Artikel hochgezählt werden?

Wenn Sie bei einem Artikel neue Seriennummern generieren, wird standardmäßig der beim jeweiligen Artikel eingetragene Seriennnummernkreis verwendet, so dass Sie für den Artikel stets fortlaufende Seriennnummern erhalten.

Die nächste freie Seriennummer wird im Dialog „Seriennummern generieren“ hinter der Option „Startnummer Artikel“ angegeben und in den Artikeldaten gespeichert.

Beispiel: Weiterlesen

Wie kann bei den Seriennummern ein Zeitstempel eingefügt werden?

Wenn Sie das Datum oder auch nur das Jahr oder den Monat in die selbst erstellten Seriennummern aufnehmen möchten, können Sie die folgenden Platzhalter verwenden:

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Druckformulare für die Inventur

Für den Ausdruck einer Inventur finden Sie in diesem Beitrag die passenden Druckformulare für Amicron-Faktura 12.

Bitte beachten Sie, dass die Formulare mindestens Amicron-Faktura 12 voraussetzen, also NICHT mit den Versionen 11 und 10 funktionieren!

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Wie können Inventurdaten importiert werden, z.B. von MDE-Geräten?

Amicron-Faktura 12 bietet im integrierten Inventurmodul (ab Professional-Version) eine Importoption, über die Sie Inventurwerte und Lagerbestände aus externen Quellen übernehmen können.

Wenn Sie bei der Inventur ein MDE-Gerät* zur Inventurerfassung verwenden, exportieren Sie die damit erfassten Daten als CSV- oder Excel-Datei. Danach rufen Sie im Inventurmodul von Amicron-Faktura über den Schalter „Import > allgemeiner Import“ den Importassistenten auf, um die Inventurwerte in das Inventurmodul zu übernehmen.

Die zu importierende Datei muss mindestens folgende Daten enthalten:

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Wie können Artikel nach Bestand gefiltert werden?

In der Artikelverwaltung von Amicron-Faktura lassen sich Artikelbestände über die integrierte Filter-Funktion schnell und einfach selektieren.

Sie rufen dazu die Listenansicht auf und drücken den „Filter“-Schalter. Es öffnet sich der Filter-Dialog wo Sie als zu filterndes Feld „Bestand“ wählen (befindet sich unter „Haupttabelle“).

Bei Operation wählen Sie z.B. „>“ und bei Wert „0“, um alle Artikel zu filtern, die vorrätig sind (Bestand größer als 0), siehe folgendes Bild:

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Wie können Lager eingerichtet werden, deren Bestände nicht verfügbar oder gesperrt sind?

Wenn die Artikelbestände eines bestimmten Lagers bei der Berechnung des verfügbaren Bestandes nicht mit einbezogen werden sollen, können Sie in Amicron-Faktura bei dem betroffenen Lager die Option „Bestand ausblenden“ aktivieren.

Beispiele, in denen es notwendig wird, den Bestand auszublenden:

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Neu bei Amicron-Faktura 11: Erweiterte Rabattgruppen und neue Rabattmatrix

Bei Amicron-Faktura 10 waren bislang nur 10 Artikelrabattgruppen möglich. Das hat die flexible Gestaltung von Rabatten natürlich stark eingeschränkt. Ab Version 11 lassen sich beliebig viele Rabattgruppen definieren, was nicht nur für Artikel sondern auch für Kunden und Lieferanten möglich ist.

Die Bezeichnungen der einzelnen Rabattgruppen können Sie frei festlegen. Rufen Sie dazu die Programmoptionen auf und gehen dort auf die Seite „Rabattgruppen“, wo Sie über den Schalter „Neu“ die benötigten Rabattgruppen anlegen können.

Beispiel:

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